Alfred de Grazia - sein Leben nach dem Tod

Seine Bestattung fand am 18. Juli 2014 praktisch unter den Fenstern seines Büros, das einen Blick auf die Kirche geniesste, statt. Er wäre mächtig überrascht gewesen, hätte er seinen Sarg, mit einer französischen Flagge bedeckt, sehen können. Er war Inhaber des Ordens der französischen Ehrenlegion und des französischen Kriegskreuz 1939-1945, aber die Idee, dass deswegen eine Trikolore eines Tages über seinen Sarg drapiert sein würde, wäre ihm sicherlich nie in den Sinn gekommen. Meine eigene Überraschung war nicht minder, und ich gebe zu, dass der Anblick mich selbst, in einer von Anfang schwierigen Situation, in Verlegenheit stürzte: wie hätte ich mich nicht für ihn freuen können, und wollen, er könne sich ans Fenster stellen und laut auslachen: "Das kann doch nicht wahr sein...!"
alfred de grazia obsèques honneurs militaires
jardin de grazia fouilles neanderthal stelida naxos

Er ging von einer posthumen Überraschung zur anderen. 

Genau einen MOnat, Tag für Tag, nach seinem Tod, an 13. August 2014, als ich mich mit meinen Freunden von Bergamo, Richard und Rosamaria, auf der Terrasse seiner beliebten Steinhütte auf Stelida, auf der Insel Naxos, in den Kykladen, zum Mittagessen befand, erschien den von ir völlig unbekannten Professor Tristan Carter, ein Archäologe der l'Université McMaster von Hamilton, in der Nähe von Toronto, Ontario, und verkündete mir, er habe mit seinem Team in meinem Garten gewisse unerstattete Untersuchungen begonnen, und dabei Steinwerkzeuge des type Levallois, an die Neanderthaler zurückführbar, gefunden. Und, als ob dies nicht genung gewesen wäre, hatten sie obendrein noch viel ältere Steinwerkzeuge, die zu  Homo heidelbergensis, also, zu homo erectus, zurückfuhren, gefunden, darunter eine Axt aus Schmiergelstein. All dies in unserem Garten, in seinem, Alfreds Garten, der sich leidenschaftlich für die prähistorische Zeitalter interessierte, und der eine besondere Zuneigung zu den Neanderthaler hatte.  

Sie waren die ganze Zeit zuhanden gewesen, wenn man so sagen darf, unter unseren Füssen, ohne dass er davon wusste, und jetzt meldeten sie ihre Präsenz, ein Monat Tag für Tag nach seinem Tod... ich hörte ihn allzumal in homerisches Gelächter aus brechen, das mir fast das Gehirn zersplitterte: das musste doch ganz gewiss ein Scherz der Götter sein... 

Und das war noch nicht einmal das Ende, an jenem Tag: am selben Abend, kriegte ich eine E-mail der Sonderdienste der US Armee, Sektion der Psychologischen Operationen, die ihm posthum den Titel eines Distinguished Member of the Regiment, DMOR, die höchste Auszeichnung auf Regimentsebene, verlieh, welche ihm kommenden Oktober 30. in Fort Bragg, Iin Nord Carolina, ihm würde verliehen werden. Ich selbst war eingeladen, sie in seinem Namen dort in Empfang zu nehmen. Auch diese würde ihn mächtig überrascht haben, aber die Neanderthaler und homo erectus hatten doch den Donner davon ein wenig weggestohlen...

Anne-Marie de Grazia recevant des mains du Général Eric Wendt le DMOR posthume Alfred de Grazia à Fort Bragg 2014.


In Alfreds Nahmen nehme ich den pothumen DMOR der Spezialeinheiten von den Händen von General Eric Wendt am 30. Oktober  2014 in Fort Bragg, der grössten Amerikanischen Base, engegen. Fort Bragg war zu Ehren eines Konfederaten Generals des Sezessionskrieges genannt, eines Claxton Bragg. Der Kongress der Vereinigten Staaten wählte im Oktober 2022 Fort Bragg zu Fort Liberty umzubenennen. Fort Liberty befindet in der Nähe von Fayetteville,der ersten der zirca 76 Städte der USA die nach marquis de La Fayette benannt sind, und die einzige, die er eigentlich persönlich jemals besuchte.

Ich erlieh Tristan Carter die Erlaubnis, Ausgrabungen in dem Garten um mein Haus zu betätigen, sowie auf einem anderen Stück Land, höher am Berg. Diese Ausgrabungen fanden über mehrere Jahre statt und sind andauernd. Jedes Jahre kamen zirca dreissig junge Archäologen verschiedener Nationalitäten um um mein Haus herum zu graben, immer Mitten im Sommer, ich stellte ihnen meine Dusche zur Verfügung und den Eisschrank, damit sie ihre Wasserflschen kühl bewahren konnten.  
l'équipe archéologique fouilles Stelida Naxos Neanderthal 2017

Das internationale Archäologenteam, von der McMaster University (Canada) für die Neanderthal Ausgrabungen auf Stelida, Naxos, zusammengebracht. Professor  Tristan Carter steht oben, rechts.

In einem Garten wurde das bislang älteste Relikt einer menschlichen Gegenwart auf einer Mediterranischen Insel gefunden, was kaum zu glauben ist, und, was noch unglaüblicher ist, auf den Stück Land oben am Berg fand man eine von nur zwei Stellen in der Welt die eine geologische Kolonne vorzeigen können mit, genau überschichteten Relikten von Homo Sapiens, Homo Neanderthalis und homo erectus. Die andere Stelle befindet sich in Anatolien... Auf dem Gipfel des Berges fand man neulich Überreste eines neolitischen Heiligtumes. Auf dem Land meines Nachbaren Anestis, nebem dem meinen, zurden in einer Höhle Überreste einer Herdstätte gefunden, deren Untersuchung durch Thermoluminescenz von l'Université de Toulouse. unternommen wurde.

Das sind sensationelle Fünde. Man sprach darüber in der ganzen Welt, sogar in  Newsweek...

voir: articles sur les découvertes archéologiques

Tristan Carter Anne-Marie de Grazia Naxos SNAP 2017
Avec Tristan Carter,au banquet des archéologues, Naxos, 2017. 


Poster pour l'exposition Neanderthals à Naxos, 2018



https://www.thestar.com/news/world/2016/12/27/neanderthals-in-a-boat-not-such-a-far-fetched-notion-after-all.htmlhttp://globalarchaeology.ca/the-digs/stelida-naxos-archaeological-project-naxos-greece/

http://www.cig-icg.gr/fr/node/1120

http://www.sciences-faits-histoires.com/blog/preuves-autre-histoire/des-neandertaliens-dans-un-bateau-les-preuves-pointent.html